Dachbar
Eine Dachbar ist eine Hotelbar im obersten Stock oder auf dem Dach, offen oder verglast, in der der Drink mit der Skyline kommt und die lebhafteste Stunde meist die rund um den Sonnenuntergang ist.
Hotels mit Dachbar sind der Ort, an dem eine Stadt ihr Abendgesicht zeigt. Das Prinzip ist einfach: eine Bar ganz oben, Blick auf die Skyline und ein Publikum, das vom Feierabenddrink bis in den späten Abend wächst. Sie passen zu Paaren, kleinen Freundesgruppen und Alleinreisenden, die einen lebhaften ersten Abend wollen, ohne einen Club zu suchen. Bangkok hat die Dachbar zu einem Teil seiner Identität gemacht, mit Terrassen über Silom, Sathorn und dem Chao Phraya. In Mexiko-Stadt blicken die besten Plätze auf den Zócalo und die Kathedrale oder zum Torre Latinoamericana und zum Palacio de Bellas Artes. Kuala Lumpur rahmt die Petronas Towers ein, Hanoi setzt seine Bars über den Hoan-Kiem-See und die Altstadt, und Moskau hebt seine offenen Terrassen für die langen Sommerabende auf, den Kreml in Sichtweite. Der Haken: Die besten Dachbars sind auch die vollsten, wer in Ruhe trinken will, kommt früh.
Lokale Tipps
- Reservier einen Tisch zum Sonnenuntergang, besonders von Donnerstag bis Samstag, und bitte um einen Platz auf der Seite mit dem Hauptblick statt an der Theke.
- Prüf vor dem Hinauffahren den Dresscode: Viele Dachbars in Bangkok, Kuala Lumpur und Jakarta lassen Männer abends nicht in Shorts, Flip-Flops oder ärmellosen Shirts hinein.
- Rechne in Mexiko-Stadt mit Regen, denn zwischen Juni und September ziehen Sommergewitter oft am Nachmittag durch; der Abend nach dem Schauer kann klar und frisch sein.
- Komm zur Öffnungszeit, wenn du ohne Reservierung einen Platz am Rand willst, denn die meisten Hotel-Dachbars füllen sich in der Stunde vor Sonnenuntergang.
- Frag nach, ob die Terrasse bei schlechtem Wetter oder im Winter offen ist, denn Moskaus offene Dachbars sind vor allem ein Sommerthema und Tropengewitter können in Hanoi das Deck schließen.
- Wohnst du im Hotel? Frag an der Rezeption nach Vorrang oder einem reservierten Bereich für Gäste, denn manche Dachbars halten an vollen Abenden Tische für Hausgäste frei.